Hyperhidrose
übersteigerte Schweißneigung

  • OP-Zeit:
    1 Stunde mit örtliche Betäubung
  • Gesellschaftsfähig nach:
    3 Tagen
  • Kompressionsmieder für 2 Wochen postoperativ
  • Risiken:
    erneutes Schwitzen, Wundheilungsstörungen, Narben
  • Kosten:
    auf Anfrage

Cool bleiben!
Und weniger schwitzen.

Wer regelmäßig mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt, kennt es. Viele Menschen leiden unter einer Schweißdrüsenüberproduktion. Sie schwitzen mehr als normal, vor allem in den Achseln, an den Handflächen oder den Füßen. Zwei Behandlungen haben sich als äußerst effektiv erwiesen.

Weg mit dem Symptom
Durch eine regelmäßige Injektion von Botulinumtoxin, auch bekannt als Botox® oder Dysport, lassen sich die für das Schwitzen verantwortlichen Nervenfasern blockieren. Nach vier bis acht Tagen endet die Schweißproduktion komplett, zu einhundert Prozent. Setzt nach vier bis sechs Wochen allerdings wieder ein. Eine regelmäßige Behandlung ist unvermeidbar.

Weg mit der Ursache

Große Erfolge hatten wir bei vielen Patienten mit der Saugkürettage der Schweißdrüsen. Hier saugen wir unter örtlicher Betäubung wie bei einer Liposuktion unter den Achseln mit feinen Kanülen die Schweißdrüsen aus. Zwar können wir nicht alle Drüsen entfernen, die Schweißbildung reduziert sich jedoch auf 80 Prozent. Das entspricht quasi dem „normalen" Schwitzen bei körperlicher Anstrengung und Hitze. Allerdings kann dieser Eingriff nur in den Achseln vorgenommen werden.

Kompliziert aber effektiv

Wer sich speziell eine Behandlung gegen die Schweißbildung der Handflächen wünscht, sollte bedenken, dass dies nur mit einer Nervendurchtrennung am Nervenplexus der Wirbelsäule möglich ist. Das ist eine sehr aufwendige und komplizierte Operation. Durchgeführt wird sie nicht von uns, sondern von spezialisierten Thoraxchirurgen (bspw. an der Charité). Eine Botoxbehandlung wäre deutlich unkomplizierter, aber nicht von Dauer.

Und die Naturheilkunde?

Manchmal helfen auch Salbei oder Baldrian gegen zu viel Schweiß. In Einzelfälle gibt es sehr gute Erfolge. Leider lässt sich dies (noch) nicht wissenschaftlich bemessen.

 

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