AMWC Monaco 2026 – mein Bericht.
14. April 2026
Ende März war ich in Monaco beim AMWC – dem Aesthetic & Anti-Aging Medicine World Congress im Grimaldi Forum. Über 17.000 Ärztinnen und Ärzte aus aller Welt, mehr als 350 Aussteller, hunderte Vorträge und Live-Demonstrationen – dieser Kongress ist für mich jedes Jahr eine der wichtigsten Möglichkeiten, nah an der internationalen Entwicklung meines Fachs zu bleiben.
Was mich diesmal besonders beeindruckt hat: Die Richtung ist klar. Die ästhetische Medizin bewegt sich weg vom schnellen Korrigieren und hin zu einem tieferen, regenerativen Verständnis des Alterns.
Biostimulatoren dominieren – Kollagen statt Volumen
Das beherrschende Thema auf dem AMWC 2026 waren die neuesten Biostimulatoren – insbesondere Poly-L-Milchsäure (PLLA) und Calcium-Hydroxylapatit (CaHA). Diese Substanzen ersetzen kein Volumen sondern regen den Körper an, selbst Kollagen zu produzieren. Das Ergebnis ist progressiver, natürlicher und langanhaltender als klassische Filler.
Galderma – für mich als zertifizierte Galderma-Referentin besonders relevant – präsentierte neue Daten aus seinem injectables-Portfolio mit Fokus auf ganzheitliche ästhetische Ergebnisse. Es geht längst nicht mehr darum, eine Falte zu glätten. Es geht darum, das Gesicht als Gesamtstruktur zu denken.
Regenerative Ästhetik – Exosomen, PRP und Eigenfett
Ein weiterer starker Trend: Regenerative Verfahren die körpereigene Heilungsprozesse aktivieren. Exosomen-Therapie, PRP-Behandlungen und Eigenfett-Transfer standen in zahlreichen Sessions im Fokus. Die Botschaft war eindeutig – diese Verfahren sind vielversprechend, müssen aber mit wissenschaftlicher Disziplin eingesetzt werden, nicht als Trend.
Ich setze regenerative Verfahren wie PRP und Eigenfett bereits in meiner Klinik ein – und es war bestätigend zu sehen wie stark die internationale Forschungsgemeinde in diese Richtung arbeitet.
„GLP-1 Face“ – ein neues Phänomen in der Praxis
Ein Thema das zunehmend in der Praxis ankommt: der sogenannte „GLP-1 Face“ Effekt. Immer mehr Patientinnen nehmen GLP-1-Medikamente zur Gewichtsreduktion – und verlieren dabei signifikant Volumen im Gesicht. In Monaco wurden Kombinationstherapien diskutiert um diesem Volumenverlust entgegenzuwirken: Biostimulatoren, Eigenfett-Transfer und strukturelle Filler-Protokolle. Ein Thema das ich in meiner Klinik bereits häufiger sehe.
Neuro-Ästhetik – die Psychologie hinter dem Ergebnis
Dr. Steven Dayan präsentierte spannende Einblicke in das Feld der Neuro-Ästhetik – wie das Gehirn ästhetische Behandlungsergebnisse wahrnimmt und verarbeitet. Das Ziel ist nicht das jüngere Gesicht, sondern das ausgeruhter und harmonischer wirkende Gesicht. Eine Perspektive die ich in meiner täglichen Beratungsarbeit sehr teile.
Die „Undetectable Era“
Der Begriff der ich am häufigsten gehört habe: „The Undetectable Era“. Das Zeitalter in dem man einer Patientin ansieht dass sie behandelt wurde ist vorbei – zumindest in den besten Praxen weltweit. Strukturelle Harmonie, natürliche Beweglichkeit, Hautqualität statt sichtbarer Eingriffe. Das ist die Richtung in die sich das gesamte Fach bewegt – und die ich in meiner Klinik von Anfang an verfolge.
Wenn Sie Fragen zu den genannten Behandlungen haben oder ein Beratungsgespräch in meiner Klinik in Berlin-Charlottenburg wünschen – ich freue mich auf Ihre Nachricht.
von Dr. Juliane Bodo

