Brustlifting mit einem „inneren BH“.

15. April 2026

Wenn ich Patientinnen nach einer Bruststraffung oder Brustverkleinerung erkläre was sie langfristig erwartet, kommt früher oder später immer dieselbe Frage: Wie lange hält das Ergebnis? Die ehrliche Antwort ist: Das hängt von vielen Faktoren ab – dem Gewebe, der Hautqualität, dem Körpergewicht und der Schwerkraft. Eine Frage die ich jedoch mit mehr Zuversicht beantworten kann als früher, seit ich GalaFLEX® in meiner Klinik einsetze.


Was ist GalaFLEX?

GalaFLEX® ist ein bioresorbierbares Gewebenetz das ich nach Brustoperationen wie Bruststraffung, Brustverkleinerung oder Brustvergrößerung zur Stabilisierung und Unterstützung des Brustgewebes einsetze. Es besteht aus Poly-4-Hydroxybutansäure – kurz P4HB – einem körperverwandten Polymer das der menschliche Körper kennt und verarbeiten kann.

Was dieses Material so besonders macht: Es bleibt nicht dauerhaft im Körper. Innerhalb von 18 bis 24 Monaten baut der Körper das Netz vollständig ab – auf natürlichem Weg, als Kohlendioxid und Wasser. Was zurückbleibt ist kein Fremdkörper, sondern körpereigenes Kollagen- und Bindegewebe das durch das GalaFLEX-Gerüst neu gebildet wurde. Dieses Gewebe ist präklinischen Daten zufolge bis zu 3–4-fach belastbarer als das ursprüngliche Gewebe vor der Operation.


Der innere BH – was steckt dahinter?

Der Begriff „innerer BH“ beschreibt genau was das GalaFLEX-Netz leistet: Es übernimmt während der Heilungsphase die Stützfunktion die normalerweise ein BH von außen erfüllt – von innen, direkt im Gewebe. Das Netz wird im unteren Brustbereich platziert, genau dort wo die Schwerkraft das Gewebe langfristig am stärksten belastet.

Während der Körper das Netz nach und nach abbaut, regt P4HB gleichzeitig die Bildung neuen stabilen Bindegewebes an. Die Brust wird durch körpereigenes Gewebe gestützt – nicht durch ein permanentes Implantat. Das Ergebnis bleibt deutlich länger stabil als ohne diese Unterstützung, das Risiko eines erneuten Absinkens der Brust wird reduziert.


Wann setze ich GalaFLEX ein?

GalaFLEX® ist nicht bei jeder Brustoperation notwendig – aber in bestimmten Situationen macht es den entscheidenden Unterschied. Ich setze es ein bei ausgeprägter Erschlaffung nach Schwangerschaft oder starkem Gewichtsverlust, bei schwächerem Bindegewebe das zusätzliche Unterstützung braucht, bei besonders großen oder schweren Brüsten sowie bei Revisionsoperationen wenn ein früherer Eingriff langfristig nicht stabil geblieben ist.


Was spricht für GalaFLEX?

  • Vollständig bioresorbierbar – kein dauerhafter Fremdkörper im Körper
  • Körperverträglichkeit: Da P4HB ein körperverwandter Stoff ist sind Abstoßungsreaktionen nicht zu erwarten
  • Antibakteriell: P4HB wirkt antibakteriell und kann das Infektionsrisiko zusätzlich reduzieren
  • Keine Veränderung des Tastgefühls oder der Beweglichkeit der Brust
  • Weltweit bereits über 4 Millionen Anwendungen mit sehr guter Verträglichkeit
  • Wissenschaftlich gut belegt: Mehrere prospektive klinische Studien bestätigen die Wirksamkeit bei der Reduzierung von Ptose-Rezidiven nach Bruststraffung

Nachsorge – kein Unterschied zur Standard-OP

Ein häufiges Missverständnis: Viele Patientinnen denken dass der Einsatz eines Netzes die Nachsorge komplizierter macht. Das ist nicht der Fall. Die Nachsorge nach einer Brustoperation mit GalaFLEX® unterscheidet sich nicht von einer OP ohne das Netz – kein Kompressions-BH für länger, keine zusätzlichen Kontrolltermine, keine besondere Einschränkung.


Wenn Sie wissen möchten ob GalaFLEX® bei Ihrer geplanten Brustoperation sinnvoll ist, sprechen wir das gemeinsam im Beratungsgespräch an.

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