Kapsulektomie
Entfernung der Brustimplantat-Kapsel

Kapsulektomie: Infos auf einen Blick

Dauer der OPca. 1 –2 Stunden (je nach Befund und Technik)
NarkoseVollnarkose
Klinikaufenthalt1 Nacht stationär empfohlen
Nach der OP6 Wochen postoperativ Kompressions-BH
Nach der BehandlungKompressions-BH für 6 Wochen, regelmäßige Kontrolltermine
Gesellschaftsfähignach 1-2 Wochen
Kostenab 7.500 € ambulant + Narkosekosten, en-bloc Kapsulektomie ab 12.000€ stationär

Eine Kapsulektomie ist ein operativer Eingriff zur Entfernung der Bindegewebskapsel, die sich nach jeder Brustimplantation natürlicherweise um das Implantat bildet. In den meisten Fällen bleibt diese Kapsel weich, dünn und völlig symptomfrei – sie ist ein normaler Teil des körpereigenen Heilungsprozesses. Doch bei einem Teil der Patientinnen verdickt und verhärtet sich dieses Gewebe, zieht sich zusammen und kann Schmerzen, Formveränderungen oder ein Fremdkörpergefühl verursachen. Dann spricht man von einer Kapselfibrose – und eine Kapsulektomie ist häufig die sicherste und nachhaltigste Lösung.

Ich bin Dr. Juliane Bodo, Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie in meiner konzessionierten Privatklinik in Berlin-Charlottenburg, wenige Gehminuten vom Kurfürstendamm entfernt. Ich führe Kapsulektomien mit höchster chirurgischer Sorgfalt durch – darunter auch die anspruchsvolle En-bloc-Kapsulektomie, bei der Implantat und Kapsel in einem Stück und ohne Eröffnung der Kapselwand entfernt werden.

Was ist eine Kapsulektomie – und wann ist sie notwendig?

Jedes Mal wenn ein Fremdkörper in den menschlichen Körper eingebracht wird, bildet das Immunsystem eine schützende Bindegewebshülle darum – die sogenannte periprothetische Kapsel. Bei Brustimplantaten geschieht dies immer, ist biologisch normal und zunächst erwünscht, weil die Kapsel das Implantat stabilisiert.

Problematisch wird es wenn sich diese Kapsel verdickt, verkalkt oder zusammenzieht. Dieses Phänomen – die Kapselfibrose – wird nach dem Baker-Schema in vier Schweregrade eingeteilt:

  • Baker I: Kapsel weich, Implantat nicht spürbar – keine Behandlung nötig
  • Baker II: Leichte Verhärtung spürbar, Brust sieht noch normal aus
  • Baker III: Deutliche Verhärtung, sichtbare Formveränderung – operative Behandlung empfohlen
  • Baker IV: Starke Verhärtung mit Schmerzen und Druckempfindlichkeit – operative Behandlung dringend empfohlen

Weitere Gründe für eine Kapsulektomie können sein: Implantatruptur (Riss der Silikonhülle), der Wunsch nach Implantatwechsel oder -entfernung, Infektionen, Asymmetrien, das sogenannte Breast Implant Illness (BII)-Syndrom sowie der seltene, aber ernst zu nehmende Befund des brustimplantat-assoziierten anaplastischen großzelligen Lymphoms (BIA-ALCL).

Eine Kapsulektomie ersetzt keine gynäkologische oder onkologische Abklärung. Im Beratungsgespräch beurteile ich Ihren Befund sorgfältig – ggf. in Zusammenschau mit bildgebenden Befunden wie Ultraschall oder MRT.

En-bloc-Kapsulektomie – was steckt dahinter?

Die En-bloc-Kapsulektomie gilt als die aufwändigste und präziseste Form der Kapsulektomie. Dabei werden Implantat und umgebende Kapsel ohne Eröffnung der Kapselwand als vollständige Einheit aus dem Körper entfernt. Es findet kein Kontakt zwischen dem Kapselinhalt und dem umliegenden Gewebe statt.

Ich wähle dieses Verfahren insbesondere wenn:

  • ein geplatztes oder ausgelaufenes Implantat (Silikon-Gel-Bleed) vorliegt
  • ein begründeter Verdacht auf BIA-ALCL besteht – in diesem Fall ist die En-bloc-Kapsulektomie das empfohlene Standardverfahren der medizinischen Fachgesellschaften
  • die Patientin ein vollständiges Entfernen aller Implantatreste und des fibrösen Gewebes wünscht
  • Symptome vorliegen die mit dem Begriff Breast Implant Illness (BII) beschrieben werden

Die En-bloc-Kapsulektomie stellt hohe Anforderungen an die Operateurin: Das Kapselgewebe muss präzise und vollständig präpariert werden ohne die Kapselwand zu perforieren. Ich führe diesen Eingriff durch und bespreche im Vorfeld ausführlich ob diese Technik in Ihrem Fall medizinisch indiziert und anatomisch umsetzbar ist.

Hinweis zu BIA-ALCL

Das brustimplantat-assoziierte anaplastische großzellige Lymphom ist eine seltene, aber behandelbare Erkrankung des Lymphsystems, die in engem Zusammenhang mit texturierten Brustimplantaten steht. Bei gesicherter oder vermuteter Diagnose ist die vollständige En-bloc-Kapsulektomie die empfohlene chirurgische Therapie. Wenn Sie Symptome wie anhaltende Schwellung, Schmerzen oder einen neu entstandenen Erguss um ein Implantat bemerken, wenden Sie sich umgehend an mich oder Ihre Gynäkologin.

Wie läuft eine Kapsulektomie ab?

Jede Kapsulektomie beginnt bei mir mit einem ausführlichen Beratungsgespräch. Ich analysiere Ihre Symptome, bespreche Ihre Vorgeschichte und beurteile welche Technik für Sie am sinnvollsten ist.

Grundsätzlich unterscheide ich drei Vorgehensweisen:

Totale Kapsulektomie

Vollständige Entfernung der gesamten Kapsel – empfohlen bei ausgeprägter Kapselfibrose (Baker III/IV), Implantatruptur und BIA-ALCL

En-bloc-Kapsulektomie

Entfernung von Implantat und Kapsel als untrennbare Einheit ohne Eröffnung der Kapsel – höchste Präzision, insbesondere bei BIA-ALCL und Ruptur

Partielle Kapsulektomie

Nur in begründeten Ausnahmefällen wenn eine vollständige Entfernung anatomisch nicht möglich ist – zum Beispiel bei sehr dünner Kapsel am Rippenfell

Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose und dauert je nach Befund und Technik ca. 1,5 bis 2,5 Stunden. Eine Übernachtung in meiner Privatklinik ist empfohlen – mein Team begleitet Sie rund um die Uhr durch die erste postoperative Phase.

Der Hautschnitt erfolgt überwiegend in der Unterbrustfalte – dieser Zugang ist besonders gewebeschonend und das Drüsengewebe bleibt weitgehend unberührt.

Kapsulektomie mit oder ohne neue Implantate?

Nach einer Kapsulektomie haben Sie verschiedene Optionen:

  • Implantatentfernung ohne Ersatz: Viele Patientinnen entscheiden sich vollständig auf Implantate zu verzichten. Abhängig von der Ausgangssituation kann eine begleitende Bruststraffung das ästhetische Ergebnis optimieren.
  • Implantatwechsel: Wenn Sie sich neue Implantate wünschen – ein anderes Modell, eine andere Größe oder Lage – kann die Neuimplantation im selben Eingriff oder in einer zweiten OP erfolgen.
  • Brustvergrößerung mit Eigenfett: Als natürliche Alternative zu neuen Implantaten lässt sich körpereigenes Fett einsetzen um Volumen und Form zu korrigieren.

Risiken & mögliche Komplikationen

Wie bei jedem chirurgischen Eingriff gibt es auch bei der Kapsulektomie Risiken die ich vollständig mit Ihnen bespreche:

  • Nachblutungen & Wundheilungsstörungen: Selten, durch sorgfältige Technik und Nachsorge minimiert
  • Infektionen: Sehr selten bei steriler Durchführung
  • Verletzung umliegender Strukturen: Bei der En-bloc-Kapsulektomie besteht das technische Risiko einer Verletzung der Kapselwand – ich arbeite mit höchster Präzision um dies zu vermeiden
  • Veränderte Brustform: Nach Implantatentfernung ohne Ersatz kann die Brust erschlafft wirken – eine Bruststraffung kann dies korrigieren
  • Taubheitsgefühle: Vorübergehende Sensibilitätsveränderungen normalisieren sich meist nach einigen Monaten
  • BIA-ALCL: Falls ein solcher Befund vorliegt, ist eine vollständige onkologische Nachsorge notwendig – ich koordiniere dies in Zusammenarbeit mit Ihren behandelnden Ärzten
  • Allgemeine OP-Risiken: Thrombose, Narkosereaktionen – werden im Aufklärungsgespräch besprochen

Beratung & persönliche Analyse in Berlin-Charlottenburg

In meinem ca. 60-minütigen Beratungsgespräch in der Schlüterstraße 40 nehme ich mir die Zeit, die Ihre Situation verdient – ohne Verpflichtung zur Behandlung:

  • Analyse Ihrer Symptome, Ihrer Implantathistorie und Ihrer Vorbefunde
  • Beurteilung des Befundes und Empfehlung der geeigneten Technik
  • Aufklärung über Möglichkeiten, Risiken und Alternativen
  • Besprechung Ihrer Optionen nach der Kapsulektomie – mit oder ohne neue Implantate
  • Individuelles Kostenangebot auf Basis Ihres Befundes

Mein  Team und ich begleiten Sie von der ersten Frage bis zur vollständigen Nachsorge.

Kosten der Kapsulektomie in Berlin

  • Kapsulektomie ambulant: ab 7.500 € zzgl. Narkosekosten
  • En-bloc-Kapsulektomie stationär: ab 12.000 €

Die genauen Kosten hängen vom Befund, der gewählten Technik und dem individuellen Aufwand ab. Eine transparente Kostenaufstellung erhalten Sie im persönlichen Beratungsgespräch.

Wenn Sie Beschwerden nach einer Brustimplantation haben oder Fragen zur Kapsulektomie, lade ich Sie zu einem unverbindlichen Beratungsgespräch in meine Klinik in Berlin-Charlottenburg ein.

Häufige Fragen zur Kapsulektomie in Berlin

Bei der Kapsulotomie wird die Kapsel nur eingeschnitten oder eingeritzt, um Spannung zu lösen – das Gewebe verbleibt im Körper. Der Eingriff ist weniger invasiv, hat aber eine höhere Rückfallquote. Bei der Kapsulektomie wird die Kapsel vollständig oder teilweise entfernt. Sie ist aufwändiger, aber nachhaltiger – insbesondere bei ausgeprägter Kapselfibrose, Ruptur oder BIA-ALCL.

Die En-bloc-Kapsulektomie ist insbesondere bei geplatzten Implantaten, bei nachgewiesenem oder vermutetem BIA-ALCL sowie bei ausgeprägten Symptomen indiziert, die auf eine umfassende Belastung durch das Kapselgewebe hinweisen. Sie ist außerdem eine Option für Patientinnen, die eine möglichst vollständige Entfernung des gesamten Implantatlagers anstreben. Ob sie in Ihrem Fall anatomisch und medizinisch sinnvoll ist, klären wir gemeinsam im Beratungsgespräch.

Unter dem Begriff Breast Implant Illness beschreiben viele Patientinnen ein Spektrum unspezifischer Symptome – darunter chronische Erschöpfung, Gelenkschmerzen, Gedächtnisprobleme und Hautveränderungen –, die sie mit ihren Brustimplantaten in Verbindung bringen. BII ist bislang kein offiziell anerkanntes Krankheitsbild, wird aber von Fachgesellschaften ernst genommen und intensiv erforscht. Bei einigen Patientinnen verbessern sich die Beschwerden nach der Implantatentfernung deutlich. Wenn Sie entsprechende Symptome haben, sprechen Sie offen mit uns – wir nehmen Ihr Erleben ernst und beraten Sie umfassend.

Die meisten Patientinnen sind nach ca. 2 Wochen wieder gesellschaftsfähig und können leichte Alltagsaktivitäten aufnehmen. Für mindestens 6 Wochen sollten körperliche Belastung, Sport und schweres Heben vermieden werden. Ein Kompressions-BH wird für 6 Wochen getragen. Regelmäßige Nachsorgetermine bei uns stellen sicher, dass die Heilung optimal verläuft.

Nein – das ist Ihre persönliche Entscheidung. Viele Patientinnen leben dauerhaft ohne Implantate. Abhängig von der Brustform und dem verbliebenen Gewebe kann eine Bruststraffung das Ergebnis ergänzen. Alternativ sind eine Neuimplantation – sofort oder zeitversetzt – sowie eine Brustvergrößerung mit körpereigenem Fett möglich. Wir besprechen gerne alle Optionen.

Wie bei jedem operativen Eingriff sind allgemeine Risiken wie Nachblutungen, Entzündungen oder Wundheilungsstörungen möglich. Bei der Kapsulektomie kommt das Risiko einer Verletzung angrenzender Strukturen (z. B. Brustmuskel, Rippenfell) hinzu, das mit zunehmender Kapseldicke steigt. Die En-bloc-Kapsulektomie erfordert besondere Präzision, um die Kapselwand nicht zu eröffnen. Im Beratungsgespräch klären wir Sie ausführlich über alle relevanten Risiken und Maßnahmen zu deren Minimierung auf.

ab. 7.500,00€

Der Preis richtet sich nach dem individuellen Befund: Art und Ausmaß der Kapselfibrose, gewählte Technik (totale vs. En-bloc-Kapsulektomie) sowie eine eventuell gleichzeitig durchgeführte Neuimplantation oder Bruststraffung beeinflussen die Kosten. Im unverbindlichen Beratungsgespräch erhalten Sie ein transparentes, individuelles Angebot. Alle Kosten – einschließlich Narkose und Nachsorge – besprechen wir ausführlich mit Ihnen.

Moderne Implantate hochwertiger Hersteller können grundsätzlich ein Leben lang im Körper verbleiben – ein routinemäßiger Austausch nach 10 Jahren ist nach aktuellem Kenntnisstand nicht mehr generell erforderlich. Empfohlen wird jedoch eine regelmäßige Kontrolle per Ultraschall oder MRT. Bei Beschwerden, sichtbaren Veränderungen oder einer Ruptur sollte zeitnah eine Fachärztin konsultiert werden.

ab. 7.500,00€ ambulant plus Narkosekosten, ab 8.500,00€ stationär

Wenn keine Komplikationen auftreten, können die von uns verwendeten Implantate ein Leben lang verbleiben. Ein früher üblicher Implantatwechsel nach 10 Jahren ist dann in der Regel nicht mehr notwendig.

Brustimplantate sind für Babys weder schädlich, noch bringen sie sonstige Einschränkungen mit sich. Die allermeisten Frauen können nach einer Brustvergrößerung ohne Einschränkung stillen. Erfahrungsberichte zeigen, dass nur etwa 1 bis 3 Prozent der Patientinnen über Probleme klagen. Diese treten hauptsächlich dann auf, wenn die Brustwarze nach der OP noch nicht wieder die alte Sensibilität aufweist. Grundsätzlich raten wir allerdings, bei einer geplanten Schwangerschaft mit der Brustvergrößerung bis nach der Geburt und dem Abschluss der Stillphase zu warten.

Autorisiert durch Dr. Juliane Bodo

zuletzt aktualisiert am 16.04.2026

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