Hyperhidrose: Behandlung von übersteigerter Schweißneigung

Cool bleiben! Und weniger schwitzen.

Wer regelmäßig mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt, kennt das Problem: Viele Menschen leiden unter einer Schweißdrüsenüberproduktion, auch Hyperhidrose genannt. Sie schwitzen mehr als normal, vor allem in den Achseln, an den Handflächen oder den Füßen. Zwei Behandlungen haben sich bei Hyperhidrosis als äußerst effektiv erwiesen.

Was ist Hyperhidrose – und wie viele Menschen sind betroffen?

Schwitzen ist lebensnotwendig – es reguliert die Körpertemperatur und schützt uns vor Überhitzung. Doch bei schätzungsweise 1 bis 3 Prozent der Bevölkerung arbeiten die Schweißdrüsen dauerhaft auf Hochtouren, auch ohne körperliche Anstrengung oder Hitze. Man spricht dann von einer Hyperhidrose – einer medizinisch anerkannten Erkrankung, die weit mehr ist als ein kosmetisches Problem.

Besonders häufig betroffen sind die Achselhöhlen (axilläre Hyperhidrose), die Handflächen (palmäre Hyperhidrose) und die Fußsohlen (plantäre Hyperhidrose). Viele Betroffene leiden erheblich: durchnässte Kleidung, das Vermeiden von Händeschütteln, das Auslassen sozialer Situationen – Hyperhidrose kann das alltägliche Leben spürbar einschränken und das Selbstbewusstsein stark belasten.

Wichtig zu wissen: Sie müssen damit nicht einfach leben. Es gibt effektive, bewährte Behandlungsmethoden – sowohl für eine rasche Linderung der Symptome als auch für eine dauerhafte Lösung. In unserer Klinik in Berlin-Charlottenburg bieten wir beide Wege an.v

Botulinumtoxin bei Hyperhidrose – wie die Behandlung abläuft

Durch eine regelmäßige Injektion von Botulinumtoxin, auch bekannt als Botox® oder Dysport, lassen sich die für das Schwitzen verantwortlichen Nervenfasern blockieren. Nach vier bis acht Tagen endet die Schweißproduktion komplett zu einhundert Prozent, setzt nach vier bis sechs Wochen allerdings wieder ein. Für einen dauerhaften Erfolg ist eine regelmäßige Behandlung also unvermeidbar.

Die Behandlung mit Botulinumtoxin (Botox®, Dysport) ist bei Hyperhidrose schnell, effektiv und gut verträglich. Das Neurotoxin blockiert vorübergehend die Nervensignale, die die Schweißdrüsen zur Produktion anregen – ganz ohne Operation.

Ablauf in unserer Klinik:

  • Das Behandlungsareal (meist beide Achseln) wird mit einer Jodstärke-Lösung markiert – dadurch werden aktive Schweißdrüsen sichtbar gemacht (Minor-Test).
  • Auf Wunsch wird eine Betäubungscreme aufgetragen.
  • Botulinumtoxin wird mit sehr feinen Nadeln flächig in die Haut injiziert – der Eingriff dauert ca. 20 bis 30 Minuten.
  • Nach 4 bis 8 Tagen ist die Schweißproduktion im behandelten Bereich vollständig unterbrochen.
  • Die Wirkung hält in der Regel 4 bis 6 Monate an. Bei regelmäßiger Wiederholung verlängern sich die Intervalle häufig.

Die Behandlung ist für gesetzlich Versicherte bei nachgewiesener medizinischer Indikation unter Umständen erstattungsfähig – bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse. Dr. Juliane Bodo verfügt über eine Kassenzulassung und kann die Voraussetzungen mit Ihnen besprechen.

Saugkürettage – die dauerhafte Lösung

Große Erfolge hatten wir bei vielen Patienten mit der Saugkürettage der Schweißdrüsen. Hier saugen wir unter örtlicher Betäubung wie bei einer Liposuktion unter den Achseln mit feinen Kanülen die Schweißdrüsen aus. Zwar können wir nicht alle Drüsen entfernen, die Schweißbildung reduziert sich jedoch auf 80 Prozent. Das entspricht quasi dem „normalen“ Schwitzen bei körperlicher Anstrengung und Hitze. Allerdings kann dieser Eingriff nur in den Achseln vorgenommen werden.

Wer keine regelmäßigen Behandlungen wünscht und eine langfristige Lösung sucht, für den ist die Saugkürettage der Schweißdrüsen die überzeugendere Option. Dieser kleine operative Eingriff wird unter örtlicher Betäubung in unserer Privatklinik in Berlin-Charlottenburg durchgeführt – ambulant, in ca. 1 Stunde.

Was passiert dabei genau? Mit sehr feinen Kanülen werden die Schweißdrüsen gezielt aus dem Unterhautfettgewebe der Achseln abgesaugt. Da die Drüsen dabei mechanisch zerstört werden, wachsen sie nicht nach. Zwar können nicht alle Drüsen vollständig entfernt werden – die verbleibende Schweißproduktion reduziert sich jedoch auf ein normales Maß, das dem Schwitzen bei körperlicher Anstrengung entspricht. Unangenehmes oder unkontrolliertes Schwitzen in Ruhesituationen gehört damit der Vergangenheit an.

Nach dem Eingriff tragen Sie für 2 Wochen ein Kompressionsmieder. Nach 3 Tagen sind Sie in der Regel wieder gesellschaftsfähig. Das Risiko von Narben ist bei unserer schonenden Technik sehr gering.

Schweißbildung an Handflächen

Wer sich speziell eine Behandlung gegen die Schweißbildung der Handflächen wünscht, sollte bedenken, dass dies nur mit einer Nervendurchtrennung am Nervenplexus der Wirbelsäule möglich ist. Das ist eine sehr aufwendige und komplizierte Operation. Durchgeführt wird sie nicht von uns, sondern von spezialisierten Thoraxchirurgen (bspw. an der Charité). Eine Botoxbehandlung wäre deutlich unkomplizierter, aber nicht von Dauer.

Und die Naturheilkunde?

Manchmal helfen auch Salbei oder Baldrian gegen zu viel Schweiß. In Einzelfällen gibt es sehr gute Erfolge. Leider lässt sich dies (noch) nicht wissenschaftlich bemessen.

Hyperhidrose-Behandlung in Berlin – warum Dr. Juliane Bodo?

Hyperhidrose ist eine Erkrankung, die viele Menschen still mit sich tragen – oft jahrelang. Ich erlebe in der Beratung häufig, wie groß die Erleichterung ist, wenn ich erkläre, dass es sehr gut wirksame Behandlungen gibt. Ob Botox oder Saugkürettage – das entscheiden wir gemeinsam, abhängig von Ihrem Leidensdruck, Ihrer Lebenssituation und Ihren Wünschen.

  • Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie
  • Kassenzulassung: Botox-Behandlung bei Hyperhidrose ist unter Umständen kassenärztlich erstattungsfähig
  • Eigene Privatklinik nach §30 GewO in Berlin-Charlottenburg
  • Beide Methoden in einer Hand: Botox-Injektion und Saugkürettage

Häufige Fragen zur Hyperhidrose Therapie mit Botulinumtoxin

Botox blockiert die Schweißdrüsen vorübergehend – die Wirkung hält 4 bis 6 Monate und muss regelmäßig aufgefrischt werden. Die Saugkürettage ist ein einmaliger kleiner Eingriff, der die Schweißdrüsen dauerhaft reduziert – das Ergebnis ist langfristig. Welche Methode für Sie sinnvoller ist, besprechen wir im persönlichen Beratungsgespräch in unserer Klinik in Berlin-Charlottenburg.

Bei nachgewiesener schwerer Hyperhidrose ist eine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse für die Botox-Behandlung unter Umständen möglich. Dr. Juliane Bodo verfügt über eine Kassenzulassung und kann die Voraussetzungen mit Ihnen prüfen. Die Saugkürettage wird in der Regel als individuelle Gesundheitsleistung nach GOÄ mit erhöhtem Faktor abgerechnet. Zuzahlungen sind auch bei Kassenleistungen obligatorisch.

Der Eingriff ist nahezu schmerzfrei. Auf Wunsch tragen wir vor den Injektionen eine Betäubungscreme auf. Die feinen Nadeln sind kaum spürbar. Direkt nach der Behandlung sind Sie beschwerdefrei und können Ihrem Alltag nachgehen.

Die meisten Patientinnen sind bereits nach 3 Tagen wieder gesellschaftsfähig und können bürotauglichen Tätigkeiten nachgehen. Körperlich anstrengende Arbeiten oder Sport sollten für ca. 2 Wochen pausiert werden. In dieser Zeit tragen Sie ein Kompressionsmieder.

zuletzt aktualisiert am 17.02.2026

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