Hyperhydrosis (übersteigerte Schweißneigung)

Die Schweißdrüsenüberproduktion ist relativ weit verbreitet und äußert sich in übermäßiger Schweißbildung in den Achselhöhlen, an Handflächen und Füßen. Es gibt mehrere Methoden, die übersteigerte Schweißbildung zu unterbinden. Als erstes kann man durch Einspritzen von Botolinumtoxin (Botox/Dysport) in die betroffenen Areale gute Erfolge erreichen, ganz ohne Operation. Das Medikament wird unter die Haut gespritzt, es blockiert dort die Nervenfasern, die für das Schwitzen verantwortlich sind. Die Wirkung tritt nach 4–8 Tagen ein und hält  etwa 4–6 Monate an, dann lässt die Wirkung nach. Bei regelmäßiger Anwendung ist es eine etwas kostenintensive Behandlung. Dafür hat man eine 100%ige Wirkung und keine Schweißbildung/ Schweißflecken mehr unter den Armen.  Nebenwirkungen gibt es dabei nicht.

Eine weitere Möglichkeit ist die Saugkürettage der Schweißdrüsen axillär. Hier werden – ähnlich der Fettabsaugung – die Schweißdrüsen in örtlicher Betäubung mit feinen Kanülen unter der Haut „ausgeschabt". Hierdurch werden nie alle Schweißdrüsen entfernt, maximal kann das Schwitzen um 80 % reduziert werden. Es verbleibt also eine gewisse Restfunktion, so wie ein „normales" Schwitzen bei körperlicher Anstrengung und Hitze. In einigen wenigen Fällen ist eine erneute Operation für ein perfektes Ergebnis erforderlich. Die Operation ist relativ risikoarm, für Handflächen und Füße ist sie nicht geeignet.

Des Weiteren gibt es die Methode der Nervendurchtrennung am Nervenplexus an der Wirbelsäule, was die Schweißbildung der Handflächen aufhebt. Diese Operation ist sehr aufwendig und wird von Thoraxchirurgen (z.B. an der Charité) durchgeführt.

Es gibt auch homöopathische Mittel wie Salbei oder Baldrian, die in einigen Fällen gute Erfolge zeigen.

Weitere Informationen zu Bauchdeckenstraffung, Fettabsaugung, Oberarmstraffung, Oberschenkelstraffung, Schamlippenverkleinerung

Quickinfo


  • OP-Zeit 1 Stunde
  • örtliche Betäubung
  • Gesellschaftsfähig nach 3 Tagen
  • Kompressionsmieder für 2 Wochen postoperativ
  • Risiken: erneutes Schwitzen, Wundheilungsstörungen, Narben

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  • OP-Zeit 1 Stunde
  • örtliche Betäubung
  • Gesellschaftsfähig nach 3 Tagen
  • Kompressionsmieder für 2 Wochen postoperativ
  • Risiken: erneutes Schwitzen, Wundheilungsstörungen, Narben
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